Dr. Horst Meyberg - Facharzt für Pränataldiagnostik & Frauenheilkunde in Ludwigsburg
Fetale Echokardiographie
 Ultraschall des Kinder-Herzens

Fetale Echokardiographie

Ultraschall des Kinder-Herzens

Eine detaillierte Untersuchung des kindlichen Herzens und der großen (Schlag)adern mittels Farbultraschall ist besonders empfehlenswert bei Auftreten von Herzfehlern der Schwangeren oder in der Familie, bei Einnahme von bestimmten Medikamenten, Drogenkonsum, bei verdickter Nackentransparenz in der 11. – 14. Schwangerschaftswoche (SSW), sowie bei erhöhten Risiko für Down-Syndrom. In diesen Fällen wird die Ultraschalluntersuchung des kindlichen Herzens in der 16. Schwangerschaftswoche (SSW) durchgeführt.

Die Untersuchung des kindlichen Herzens mit Ultraschall (fetale Echokardiographie) ist Bestandteil der Ultraschall-Feindiagnostik (20. – 22. Schwangerschaftswoche). Zwar sind durch zunehmende Verbesserung der Geräte und durch besonders qualifizierte Ärzte Untersuchungen an diesem Organ zu einem noch früheren Zeitpunkt möglich. So kann ein Großteil der Herzfehlbildungen bereits zwischen der 13. und 14. Schwangerschaftswoche (SSW) erkannt werden. Die endgültige Beurteilung des Herzens, seiner Funktion und der Blutflüsse erfolgt jedoch erst zwischen der 20. und 22. Schwangerschaftswoche (SSW) und sollte in der Regel mit der 23. Woche abgeschlossen sein. Zu einem späteren Zeitpunkt in der Schwangerschaf, etwa 30. Schwangerschaftswoche (SSW), ist die Diagnostik häufig durch die ungünstige Lage des Kindes sowie durch die schlechte Schalldurchlässigkeit der Rippen beeinträchtigt.

Herzfehler sind relativ häufige Fehlbildungen:

8 - 10 von 1000 Kindern werden mit einem Herzfehler geboren

4 von 1.000 Kindern weisen einen schweren, operationsbedürftigen Fehler auf

der Herzfehler ist die dritthäufigste Fehlbildung eines Kindes nach Anomalien der Nieren- und Harnwege und Skelettauffälligkeiten (z.B. Verkürzung der Röhrenknochen)

Was kann mit der Echokardiographie beurteilt werden?

Was kann mit der Echokardiographie beurteilt werden?

Die Untersuchung des kindlichen Herzens ist mehr noch als die Beurteilung eines jeden anderen Organsystems davon abhängig, wie qualifiziert und erfahren der Unter-sucher ist. Eine entscheidende Rolle spielt auch die Qualität des Ultraschallgerätes. Das Herz und das Kind sind permanent in Bewegung, so dass das Erfassen kleiner Strukturen häufig sehr schwierig ist.

Die Echokardiographie stößt aus diesen Gründen bei sehr kleinen Defekten, wie z.B. einem sehr kleinen Loch in der Herzscheidewand, an ihre Grenzen.

Eine umfassende fetale Echokardiographie erfolgt zunächst in Schwarz-Weiß-Darstellung.

Kontrolle bei der fetalen Echokardiographie

Lage, Größe und Symmetrie des Herzens

Anatomie der Herzkammern

Funktion der Herzklappen

Schlagfrequenz des Herzens

Lage der großen arteriellen und venösen Gefäße des Herzens

Mit Hilfe der farbkodierten Doppler-Sonographie werden weitere Details des Herzens untersucht:

Funktion und Pumpleistung des Herzens

Herzscheidewände (Trennwände zwischen Vorhöfen und Kammern)

Blutflüsse im Herzen (gemäß ihrer Richtung und Geschwindigkeit)

Blutflüsse in den großen arteriellen und venösen Gefäßen (gemäß ihrer Richtung und Geschwindigkeit)

Was bedeutet die Untersuchung für mich? Ein paar Gedanken als Entscheidungshilfe:

Der Herzfehler als solcher ist in der Regel nicht tödlich. Das Leben und die Gesundheit kann aber entscheidend von einer exakten Diagnostik am Kinderherz und der frühzeitigen Erkennung eines möglichen Fehlers abhängen.

Herzfehler treten immer wieder in Kombination mit Chromosomenfehlern oder genetischen Syndromen auf. Bei einem auffälligen Untersuchungsbefund des kindlichen Herzens bieten wir den Eltern daher eine Untersuchung des kindlichen Erbgutes an. Erst diese ermöglicht eine exakte Prognose.

Wird ein kindlicher Herzfehler diagnostiziert, stellen wir die Patientin in unserer Spezialsprechstunde „Herzdiagnostik“ möglichst umgehend einem Spezialisten (zumeist ein kardiologisch ausgerichteter Kinderarzt) vor. Gemeinsam mit ihm besprechen wir mit den Eltern das weitere Vorgehen, insbesondere nach der Geburt.

Für viele Eltern herzkranker Kinder stellen Selbsthilfegruppen eine wichtige Unterstützung dar, z.B. die Interessengemeinschaft „Das herzkranke Kind, e.V.“. Gerne vermitteln wir Ihnen entsprechende Kontakte.

Wir stehen Ihnen jederzeit gerne mit Rat + Tat zur Verfügung, insbesondere im Rahmen unserer Spezialsprechstunde „Herzdiagnostik“.

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